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Ein Mensch des Lobpreises werden

Pfingsten 2013 - Fest der Jugend

Am vergangenen Wochenende hatten sich erneut über 5.000 Jugendliche zum großen Fest der Jugend von Loretto in Salzburg getroffen. Es war wirklich ein riesiges Fest des Glaubens. Selbst im Livestream war zu erkennen, wie der Salzburger Dom bis auf den letzten Platz gefüllt war. In den Tagen stand so einiges auf dem Programm: neben Vorträgen, Zeugnissen und Workshops gab es viele Möglichkeiten Gemeinschaft untereinander und mit Gott zu erleben. Morgenlob (mit Powerlobpreis), Hl. Messe, Abend der Barmherzigkeit…

Leider konnte ich nicht live vor Ort dabei sein. Aber selbst durch den Webstream war diese dichte Atmosphäre des Gebetes im Heiligen Geist und die Freude im Glauben zu spüren. Auch mir hat dieses Wochenende einen starken Impuls für einen Neustart in meiner Beziehung mit Gott – als Vater, Sohn und Geist – gegeben. Preis sei Ihm!

Aktuell warte ich noch auf die Möglichkeit, die Vorträge und Zeugnisse noch einmal nachhören zu können. Bis dahin sei jedoch bereits ein anderer Vortrag von Georg Mayr-Melnhof (Loretto) empfohlen, den er im vergangenen Jahr beim Internationalen Prayerfestival in Marienfried gehalten hat:

7 Tipps, wie wir Menschen des Lobpreises werden können:
1. Hör viel Lobpreis!
2. Lern das innere Gebet immer mehr ein!
3. Verschließ deinen Mund für das Negative! (Kein Murren!)
4. Entscheide dich für Gottes Stimme offen zu sein! Erlaube dir verrückt zu sein! (Freiheit der Kinder Gottes)
5. Sing laut!
6. Öffne deine Hände! (Körperhaltung)
7. Sehne dich nach dem Sprachengebet!

Das große Wunder in kleinen Taten

Heute hören wir hier in Bayern am Festtag der Patrona Bavariae als Evangelium die Szene von der Hochzeit in Kanaa, bei der Jesus sein erstes öffentliches Wunder tut. (vgl. Joh 2,1-11)

Besonders angesprochen hat mich heute vormittag, wie Jesus zu den Dienern sagt:

Füllt die Krüge mit Wasser! (Joh 2,7)

Jesus trägt den Dienern nicht etwas Großartiges oder Einmaliges auf, sondern etwas geradezu Banales. Sie sollen die Krüge mit Wasser füllen. Aber es fehlt doch an Wein und nicht an Wasser, mag vielleicht der eine oder andere der Diener gedacht haben. Ja, es scheint ziemlich verrückt und unlogisch die Krüge mit Wasser zu füllen. Und es ist eben ein fast alltäglicher Auftrag. Und doch wird Jesus gerade damit ein Wunder tun.

Ein Gedanke, der mir heute bei diesen Worten Jesu kam:
ist es nicht auch bei uns so, dass Jesus nichts außergewöhnliches von uns fordert? Auch ich soll im Vertrauen auf das Wirken Gottes und im Vertrauen auf Jesus das Alltägliche und scheinbar Verrückte (weil fast banal) tun. Und Er kann und wird gerade damit Größeres schaffen. Wir sind eingeladen und aufgefordert das Alltägliche, Einfache, Unscheinbare zu tun im Vertrauen darauf, dass Er selbst das Wunder wirken wird.

Volto Santo – ein Foto des Auferstandenen

Volto Santo (Manoppello) – (c) Paul Badde

Eben habe ich etwas dazu im Blog zum Jahr des Glaubens geschrieben.
Hier hat Jesus Christus uns – vermutlich im Moment der Auferstehung – ein “Foto” von sich hinterlassen.

GEBET ZUM HEILIGEN ANTLITZ
von der heiligen Theresia vom Kinde Jesu
O ]esus, der Du in Deinem grausamen Leiden “der Leute Spott und der Mann der Schmerzen” wurdest, ich verehre Dein göttliches Angesicht, auf dem die Schönheit und die Milde der Gottheit erglänzen, und das jetzt für mich das Angesicht eines “Aussätzigen” (Jes 53,4) geworden ist. Unter diesen entstellten Zügen jedoch erkenne ich Deine unendliche Liebe, und ich brenne vor Verlangen, Dich zu lieben und dazu beizutragen, daß Du von allen Menschen geliebt werdest. Die Tränen, die Deinen Augen so überreich entströmten, erscheinen mir wie kostbare Perlen, die ich sammeln will, um mit ihrem unendlichen Werte die Seelen der armen Sünder zu erkaufen.
O Jesus, Dein Angesicht ist die einzige Schönheit, die mein Herz entzückt, ich will gerne hienieden auf die Süßigkeit Deines Blickes, auf den unaussprechlichen Kuß Deines Mundes verzichten, aber ich flehe zu Dir: drücke Dein göttliches Bild in mein Herz ein und entflamme mich mit Deiner Liebe, damit ich ganz für Dich lebe und schon bald dahin gelange, Dein glorreiches Angesicht im Himmel zu schauen. Amen.
(Quelle: http://www.voltosanto.com/Gebete_zum_Heiligen_Antlitz_Jesu_Christi.pdf)

O heil’ges Kreuz, sei uns gegrüßt!

Jesus am Kreuz (Groß St. Martin, Köln)

Jesus am Kreuz mit seiner Mutter Maria und Johannes
(Groß St. Martin, Köln; Foto: C. Ruoff, 2011)

Der König siegt, sein Banner glänzt,
geheimnisvoll erstrahlt das Kreuz,
an dessen Balken ausgereckt
im Fleisch des Fleisches Schöpfer hängt.

Geschunden hängt der heil’ge Leib,
vom scharfen Speere roh durchbohrt,
uns rein zu waschen von der Schuld,
strömt Blut und Wasser von ihm aus.

Erfüllt ist nun, was David einst
im Liede gläubig kundgetan,
da er im Geiste prophezeit':
Vom Holz herab herrscht unser Gott.

O elder Baum in hehrem Glanz,
von königlichem Purpur rot,
du werter, du erwählter Stamm,
du trägst den Löspreis der Welt.

O heil’ges Kreuz, sei uns gegrüßt,
du einz’ge Hoffnung dieser Welt.
Den Treuen schenke neue Kraft,
den Sündern tilge alle Schuld.

Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt;
du hast uns durch das Kreuz erlöst:
Bewahre uns in Ewigkeit. Amen.

Hymnus zur Vesper in der Karwoche
(aus dem Studenbuch – Teil Fastenzeit und Osterzeit)

O crux, ave spes unica!

O heil’ges Kreuz, sei uns gegrüßt, du einz’ge Hoffnung dieser Welt.
(Foto: C. Ruoff, 2012)

“Gekannt – Geliebt – Erwartet”

- Von der Berufung eines jeden Menschen

Volto Santo - Manoppello

(c) C. Ruoff, 2012

Du bist kein Zufall,
keine Laune der Natur,
Du bist auch mehr
als eine “Zulassung” Gottes…
denn Du bist gekannt, geliebt und erwartet
von Gott und all seinen Freunden.

Auch deine Eltern
haben “Ja” zu Dir gesagt –
ob freudig,
ob mit schwerem Herzen…?
Gott aber wollte Dich, so wie Du bist,
und er will Dich immer noch!

Ob Du dem Ideal der Mode entsprichst,
oder auch nicht –
Du bist zeitlos schön und kostbar
in den Augen dessen,
der Dir das Leben gab
und eine unsterbliche Seele…

Er schenkte Dir alle Fähigkeiten,
die notwendig sind zur Entfaltung
Deiner ureigenen Berufung:
Du bist etwas,
Du kannst etwas,
Du wirst gebraucht,
Du bist einmalig!

Darum darfst und sollst Du
auch zu Dir selber “Ja” sagen:
Dich entdecken,
Dich entwickeln,
Dich verbrauchen…
für die einzigartige Aufgabe,
die nur Dir gegeben ist,
und die kein anderer so wie Du
erfüllen kann.

Nimm Dich also an,
so wie Gott Dich geschaffen hat!
Das ist gesunde Selbstliebe,
die  Voraussetzung dafür,
dass Du auch andere bejahen,
annehmen und lieben kannst.
Und nur so vermagst Du
DEN wirklich zu lieben,
der die Liebe IST
und der Dich mit Sehnsucht erwartet.

Nimm aber auch das Schwere an –
Du brauchst es!
Du brauchst auf dieser Erde
Müdigkeit, Mangel und Krankheit…
sowie die Grenzen von Intelligenz und Erfolg,
um reif zu werden
für das Glück und die Liebe ohne Grenzen,
die in der Ewigkeit für dich bereit sind.

W.W.

aus: “Gekannt, Geliebt, Erwartet – Leben aus dem Glauben” von P. Winfried Wermter, Regensburg, 2009, S. 154f.

Feindesliebe

 “Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen. Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.”  /Lk 6,27-28/

In der heutigen Betrachtung lesen wir die Stelle, in der Jesus sehr eindrücklich und sehr konkret zur Feindesliebe aufruft. (vgl. Lk 6,27-36)

Als Impuls zur Perikope schreibt P. Winfried unter anderem:

Feindesliebe ist konkret. Es geht darum, unabhängig vom bösen und ungerechten Verhalten des anderen zu sein, ihm Gutes zu tun, ihn zu segnen und ehrlich für ihn zu beten…

Mir fällt hier auf, dass es darum geht, dass meine Liebe unabhängig ist vom Verhalten des anderen. Jesus fordert, dass wir allen Gutes tun, alle segnen und für alle beten ganz gleich wie der andere sich benimmt oder wie wir ihn sehen.

Dazu fällt mir eine Redensart der Geistlichen Familien vom Heiligen Blut ein:

als Erstes lieben
alle lieben
lieben bis zum Blut

Darum geht es auch hier. Alle lieben – bis zum Blut, das heißt bis es schmerzt, bis zur Grenze der Sünde.

P. Winfried Wermter: Jesus kennen und lieben lernen

P. Winfried Wermter: Jesus kennen und lieben lernen

Betrachtungen in der Fastenzeit:
2. Montag: Jesus heilt einen Gelähmten
- 2. Dienstag: Sturm auf dem See
2. Mittwoch: Jesus befreit den Besessenen von Gerasa
3. Dienstag: Jesus weint
4. Montag: Feinesliebe

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Liebt einander!

(Joh 13,34)
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