jung – engagiert – katholisch

Dem Wort Gottes auf der Spur

Als Jesus ihren Glauben sah,…

… sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.”
/Mk 2,5/

Gerade darf ich für die Zeit meiner Bachelorarbeit bei Schwestern mitwohnen. In der Fastenzeit steht eine tägliche gemeinsame Bibelbetrachtung auf dem Programm. (Material dafür ist das Heft “Jesus kennen und lieben lernen” von P. Winfried Wermter FSS; zu beziehen über www.blut-christi.de – Heute: 2. Montag)

Heute haben wir die Perikope betrachtet, die von der Heilung des Gelähmten erzählt, dessen Freunde ihn mit viel Mühe durch das Dach ließen. Dort heißt es eben an einer Stelle:

“Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.”
/Mk 2,5/

Wir kennen die vielen Situationen, in denen Jesus heilt, aufgrund des Glaubens des Bittenden. Hier jedoch heilt Jesus, als er den Glauben der Männer sah. Nicht der Glaube des Gelähmten war hier das Entscheidende – über den Gelähmten selbst erfahren wir in dieser Perikope nur, dass er tut, was Jesus ihm sagt -, sondern vielmehr der Glaube und das Vertrauen, seiner Freunde, die keine Mühe gescheut haben, um ihn zu Jesus zu bringen.

Mich hat das sehr angesprochen und mir neu bewusst gemacht, wie wichtig mein Einsatz für andere ist. Auch wenn es um die Sündhaftigkeit des anderen geht. Mein stellvertretender Einsatz, mein stellvertretendes Gebet, meine Bitte, mein Eintreten bei Jesus für den anderen, kann diesem bereits Heilung schenken. Selbstverständlich entbindet das den anderen nicht generell vom Bekenntnis seiner Sünden. Aber diese Szene verdeutlicht die Kraft unseres Gebetes und Einsatzes für andere.

P. Winfried Wermter: Jesus kennen und lieben lernen

P. Winfried Wermter: Jesus kennen und lieben lernen

Betrachtungen in der Fastenzeit:
2. Montag: Jesus heilt einen Gelähmten
- 2. Dienstag: Sturm auf dem See
2. Mittwoch: Jesus befreit den Besessenen von Gerasa
3. Dienstag: Jesus weint
4. Montag: Feinesliebe

(nachträglich) zum Aschermittwoch

Blumenschmuck

Blumenschmuck in der Jugendkirche München; (c) C. Ruoff, 2013

Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
Wenn du Almosen gibst, laß es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.
Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, daß sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht,
damit die Leute nicht merken, daß du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

/Matthäus 6,1-6.16-18./
(aus der liturgischen Übersetzung)

Im Herzen der Kirche die Liebe sein

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete,
hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte;
wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte,
hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.
Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe,
hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.
Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil,
lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf.
Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht.
Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden;
wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk.
Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind.
Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war.
Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse,
dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen,
so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
doch am größten unter ihnen ist die Liebe.
(1 Kor 13,1-13)

Quelle: Commons Wikipedia

Mit den Brüdern und Schwestern von Jerusalem freue ich mich auf die Ankunft der Reliquien der Hl. Thérèse von Lisieux hier in Groß St. Martin. Diese Perikope aus dem Brief an die Korinther, den wir heute in der Heiligen Messe hören werden, passt so gut wie kaum ein anderer Text zur kleinen Thérèse, die selbst einmal sagte:


Im Herzen der Kirche, meiner Mutter,
werde ich die Liebe sein,

so werde ich alles sein!

 

Bei der Auslegung der Bibelstelle durch einen Bruder beim Mittagsgebet hat mich ein Gedanke besonders angesprochen. Ich versuche ihn in eigenen Worten wiederzugeben:

Ohne die Liebe ist alles, wirklich alles (auch die Bräuche der Kirche, die Liturge… mein Tun, mein Denken…) nichts. Das Wesen des Christentum lässt sich nur von der Liebe her verstehen.

Ich musste an die endlosen Diskussionen denken, durch die versucht wird die Kirche zu reformieren und die doch nur Spaltung und Uneinigkeit hinterlassen. Hier in diesem Abschnitt ist -meiner Meinung nach- die Antwort auf die Frage, wie die Kirche wieder lebendig, anziehend, modern… sein kann:

Lieben

- und zwar nicht nach dem Motto “Sex, Drugs and Rock ‘n’ Roll”, sondern so wie Jesus uns geliebt hat.
Wie diese Liebe ist, beschreibt Paulus sehr eindrücklich:

Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.
Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil,
lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.

Wie ist unsere Liebe? Gehen wir als Jünger Jesu mit gutem Beispiel voran?
Lieben wir Gott, den Mitmenschen, die Kirche…, so wie er uns geliebt hat?

Hl. Thérèse von Lisieux, bitte für uns!

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll.
Klugheit ohne Liebe macht gerissen.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Macht ohne Liebe macht gewalttätig.
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.
Leistung ohne Liebe macht brutal.
Urteilsfähigkeit ohne Liebe macht unweise.
Wahrheit ohne Liebe macht eitel.
Können ohne Liebe macht egoistisch.
Eifer ohne Liebe macht eifersüchtig.
Vergebung ohne Liebe macht nachtragend.
Erfolg ohne Liebe macht einsam.
Leiden ohne Liebe macht bitter.
Überlegenheit ohne Liebe macht ironisch.
Spontaneität ohne Liebe macht unduldsam.
Gehorsam ohne Liebe macht sklavisch.
Leben ohne Liebe ist sinnlos.
(Günther Lazik)

“Ich bin das lebendige Brot”

Aus dem heutigen Evangelium:

“Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herab gekommen ist. Wer von diesem Bot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es  hin für das Leben der Welt.”  / Joh 6,51 /

 
  
O Jesu, all mein Leben bist du, ohne dich nur Tod.
Meine Nahrung bist du, ohne dich nur Not.
Meine Freude bist du, ohne dich nur Leid.
Meine Ruhe bist du. ohne dich nur Streit, o Jesu.
// Schulgesangbuch fulda, Hannover 1838 // Gotteslob Nr. 472, Strophe 1 //

Ich habe euch erwählt

DSCF1704Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt
und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. /Joh 15,16/

Dieser Abschnitt bewegt und begleitet mich schon seit ein paar Monaten. Er hat für mich auf dem Weg mit Ihm besondere Bedeutung bekommen. Das Thema “Berufung” beschäftigt mich schon eine ganze Zeit lang. Ja, und ich darf in Dankbarkeit sagen, dass ich für mich spüre in welche Richtung ich gehen soll. Das Ziel ist klar. Offen ist jedoch die Route und die Wahl des Verkehrsmittels.
Ich freue mich, dass ich Seinen Ruf immer wieder spüren und schon jetzt beginnen darf – jeden Tag neu – Ihm nachzufolgen. Hier, jetzt und heute. Es ist nicht immer einfach und ein täglicher Kampf. Mein “Ja” gleicht da eher dem Versprechen des Petrus, auf das schon bald die Verleugnung folgt. Doch Jesus schenkt ihm auch weiterhin seine Liebe und Barmherzigkeit. “Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?” (vgl. Joh 21,15-17) Und so darf ich darauf vertrauen, dass auch ich in meiner Untreue und Schwachheit ganz von Jesus geliebt werde und in Seinem Herzen eingeschrieben bin.
Nicht ihr habt mich erwählt. Nein, Er hat mich erwählt und einen ganz individuellen Platz für mich in seinem Heilsplan ausgewählt, den nur ich einnehmen kann. Er hat mich erwählt und geliebt, bevor ich davon wissen konnte.
Ich bin erwählt ein Kind Gottes zu sein. Das sagt er nicht nur zu mir. Nein. Jesus spricht das einem und einer jeden von uns zu. Jeder von uns ist von Ihm erwählt. Machen wir unser Herz auf und hören wir darauf, wo er uns hinstellen möchte, was Sein Plan für unser Leben ist!
Ich habe euch erwählt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt.

Umkehr und Ruhe

Nur in Umkehr und Ruhe liegt eure Rettung,
nur Stille und Vertrauen verleihen euch Kraft. /Jer 30,15/
Ein sehr heilsames Wort – gerade in unserer schnelllebigen Zeit. Erst vor Kurzem habe ich mir eine Auszeit aus dem Trubel des Alltags genommen und dabei erfahren dürfen, wie gut es tut einfach bei Ihm sein zu können. Aber zugleich habe ich gespürt, wie schwer es mir fällt ruhig zu werden und in der Ruhe und Stille auszuharren – nicht davon zu laufen.
Jetzt zurück im Alltag ist es wahrlich ein Kampf mir den notwendigen Freiraum zu schaffen und in die Stille zu gehen, um Ruhe an Seinem Herzen zu finden.  Allzu häufig gelingt es mir leider nicht.
Wie vielen Menschen geht es doch genauso? Viele spüren, dass der schnelle Alltag nicht gut tut, dass es mehr geben muss als schnell hier und schnell da. Viele spüren, dass das nicht ausfüllt. In der Schnelllebigkeit verlieren wir allzu schnell uns selbst.
Nicht umsonst haben Angebote wie “Urlaub im Kloster” in unserer Zeit regen Zulauf. Die Suche nach Stille und in ihr nach Gott und sich selbst – sie findet wieder Raum. Wie heilsam ist das doch.
Umkehr und Ruhe – genau dafür bietet Nightfever Raum und Zeit an. Ruhe finden, zu sich und zu Gott Kommen, still Werden bei der meditativ gestalteten Anbetung. Umkehr in der Begegnung mit Gott im persönlichen Gebet und im Sakrament der Versöhnung.
Herr Jesus Christus, schenke mir die Gnade,
dass ich immer wieder neu umkehren kann zu dir.
Hilf mir, dass ich in meinem lauten Alltag
mir die Zeit nehme Ruhe zu finden bei dir.
Schenke mir die Stille des Herzens und Vertrauen in dich,
damit ich mit Kraft und Zuversicht
durch die Aufgaben des Alltags gehen kann.
Nur in Umkehr und Ruhe liegt meine Rettung,
nur Stille und Vertrauen verleihen mir Kraft.
Dir sei Preis und Ehre
in Einheit mit dem Vater
und dem Heiligen Geist
jetzt und in Ewigkeit.
+ Amen.

Wer ist ein Gott wie du

Geht es euch manchmal auch so wie mir? Wenn ihr einen Bibeltext bspw. beim Stundengebet oder die Lesungstexte der Hl. Messe lest oder hört, bleibt ihr bei der einen oder andere Stelle hängen, weil ihr bei den Worten an ein bestimmtes Lied denken müsst. Mir geht das jedenfalls immer wieder so.
Heute, als ich gerade die Lesungstexte vom Tag gelesen habe, sprangen mir die Worte
Wer ist ein Gott wie du, der du Schuld verzeihst und dem Rest deines Erbvolkes das Unrecht vergibst? Gott hält nicht für immer fest an seinem Zorn; denn er liebt es, gnädig zu sein. /Mi 7,18/

ins Auge und da musste ich gleich an das Lied “Du hast Erbarmen” von Albert Frey denken:

Refrain:
Wer ist ein Gott wie du,
der die Sünde verzeiht
und das Unrecht vergibt?
Wer ist ein Gott wie du?
Nicht für immer bleibt dein Zorn bestehn,
denn du liebst es gnädig zu sein.
Wer suchet, der findet
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Liebt einander!

(Joh 13,34)
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