jung – engagiert – katholisch

Das Ja(hr) des Glaubens

Volto Santo – ein Foto des Auferstandenen

Volto Santo (Manoppello) – (c) Paul Badde

Eben habe ich etwas dazu im Blog zum Jahr des Glaubens geschrieben.
Hier hat Jesus Christus uns – vermutlich im Moment der Auferstehung – ein “Foto” von sich hinterlassen.

GEBET ZUM HEILIGEN ANTLITZ
von der heiligen Theresia vom Kinde Jesu
O ]esus, der Du in Deinem grausamen Leiden “der Leute Spott und der Mann der Schmerzen” wurdest, ich verehre Dein göttliches Angesicht, auf dem die Schönheit und die Milde der Gottheit erglänzen, und das jetzt für mich das Angesicht eines “Aussätzigen” (Jes 53,4) geworden ist. Unter diesen entstellten Zügen jedoch erkenne ich Deine unendliche Liebe, und ich brenne vor Verlangen, Dich zu lieben und dazu beizutragen, daß Du von allen Menschen geliebt werdest. Die Tränen, die Deinen Augen so überreich entströmten, erscheinen mir wie kostbare Perlen, die ich sammeln will, um mit ihrem unendlichen Werte die Seelen der armen Sünder zu erkaufen.
O Jesus, Dein Angesicht ist die einzige Schönheit, die mein Herz entzückt, ich will gerne hienieden auf die Süßigkeit Deines Blickes, auf den unaussprechlichen Kuß Deines Mundes verzichten, aber ich flehe zu Dir: drücke Dein göttliches Bild in mein Herz ein und entflamme mich mit Deiner Liebe, damit ich ganz für Dich lebe und schon bald dahin gelange, Dein glorreiches Angesicht im Himmel zu schauen. Amen.
(Quelle: http://www.voltosanto.com/Gebete_zum_Heiligen_Antlitz_Jesu_Christi.pdf)

“Da ging er in sich”

“Da ging er in sich.” /Lk 15,17/

Heute möchte ich hier ein paar Gedanken zum kommenden Sonntagsevangelium aufschreiben, das wir gestern Abend gemeinsam betrachtet haben.

Rückkehr des verlorenen Sohnes
(Rembrandt, 1668)

Am Sonntag werden wir das Gleichnis ‘vom barmherzigen Vater’ (bekannter unter dem Titel ‘vom verlorenen Sohn’) hören. Es ist ein langer Abschnitt, in dem erzählt, dassder jüngere Sohn sich sein Erbteil ausbezahlen lässt, dies verschwenderisch mit allen weltlichen Freuden durchbringt und schließlich in einer Zeit der Hungersnot sich als Schweinehirt durchschlägt. Als er am tiefsten Punkt angekommen war, “da ging er in sich” – so heißt es im Lukasevangelium. Er hält inne und erkennt, dass er vieles falsch gemacht hat. Er sieht den Scherbenhaufen seines Lebens, sein ganzes Elend. Er beschließt daraufhin zu seinem Vater zurückzukehren, wo er es gut hatte, und ist bereit dort als ein einfacher Tagelöhner zu arbeiten, da er sich nicht mehr für würdig hält Sohn zu sein. Also, kehrt er heim und bittet den Vater um Vergebung. Der wiederum hat ihn schon sehnsüchtig erwartet und läuft ihm mit offenen Armen und einem liebenden Herz entgegen, als er seinen Sohn zurückkehren sieht. Der Vater lässt voll Freude das Mastkalb schlachten, den Sohn wunderschöne Gewänder ankleiden und ein gewaltiges Fest veranstalten. Er freut sich aus ganzem Herzen, dass sein geliebter Sohn heim gekommen ist. Da ist aber noch der ältere Bruder, der diesen ganzen Aufstand nicht verstehen kann und will. Auch ihm kommt der Vater entgegen und erklärt ihm, dass doch alles was ihm (dem Vater) gehört, auch ihm, seinem Sohn, gehört. Doch der Sohn kann mit seinem eifersüchtigen und harten Herzen die Worte seines Vaters nicht annehmen und sich nicht  freuen. [Offen bleibt, was der ältere Sohn nach den Worten des Vaters macht.] (vgl. Lk 15, 1-3.11-32)

Eine wohlbekannte Geschichte. Ich habe gemerkt, dass ich versucht bin, dann nur noch mit halbem Ohr und weniger Aufmerksamkeit zuzuhören. Doch dieser eine kleine Teilsatz hat mich beschäftigt:

“Da ging er in sich.” /Lk 15,17/

Das Innehalten, das In-Sich-Gehen, das Sich-Eingestehen seiner Schwachheit – das ist der Wendepunkt im Gleichnis vom barmherzigen Vater. Es steht am Anfang der Umkehr, der Heimkehr zum Vater.

Besinnen – das steht auch am Anfang einer jeden Beichte, genau genommen am Anfang der Beichtvorbereitung. Für mich ist dieser Satz wie ein Baustein hin zum Sakrament der Versöhnung. Bereits in den letzten Tagen haben mich Worte berührt, die auf dieses Sakrament hindeuten, die mich einladen mich von Gottes Barmherzigkeit beschenken zu lassen. Auch dieses Gleichnis lädt mich erneut und besonders eindrücklich dazu ein.

Es ist wohl kein Zufall, dass mir eben gestern Abend – schon nach der Bibelbetrachtung – ein Text in die Hände fiel, wo es um das Sakrament der Versöhnung und die 5 “B” der Beichtvorbereitung geht.

Besinnen
Bereuen
Bekennen
Büßen
Bessern

(Der Text ist aus der Minicat-Reihe der Pfarrei St. Bartholomäus, Aufhausen als Beitrag zur Glaubensvertiefung im Jahr des Glaubens.)

Ich glaube… – Ich glaube ‘an’…

Hier mein neuester Artikel zum Jahr des Glaubens (in voller Länge):

Es heißt nicht: ‘Ich glaube an die heilige Kirche’, ‘an die Nachlassung der Sünden’, ‘an die Auferstehung des Fleiches…’ Bei den Ausdrücken, durch die der Glaube über die Gottheit bestimmt wird, heißt es: ‘Ich glaube an Gott den Vater, an Jesus Christus seinen Sohn und an den Heiligen Geist.’ Bei den übrigen Glaubenssätzen aber, wo nicht von der Gottheit, sondern von den Geschöpfen und den Geheimnissen die Rede ist, wird das Wörtchen ‘an‘ nicht beigefügt: es wird also nicht gesagt ‘an eine heilige Kirche’, sondern ‘eine heilige Kirche’ sei zu glauben, nicht so, wie Gott geglaubt wird, sondern als die für Gott versammelte Gemeinschaft… Durch Setzung des Wörtchens ‘an‘ wird der Schöpfer von den Geschöpfen unterschieden, das Göttliche vom Menschlichen getrennt.
/Rufinus von Aquileja/
(aus: Heilmann, Alfons (Hrsg.): Texte der Kirchenväter – Band IV, München, 1964, S. 63)

Diesen Text aus der Patristik habe ich vor ein paar Tagen gelesen. Mir ist dadurch dieser feine Unterschied zwischen ‘ich glaube an …’ und ‘ich glaube…’ das erste Mal aufgefallen. Als ich wegen einer anderen Frage einen Blick in den Youcat warf, fiel mir genau das erneut auf. Dort steht beispielsweise auf S. 93 ‘Ich glaube… die Vergebung der Sünden’ und ‘Ich glaube… die Auferstehung der Toten’.

Trotz der Interpretation des Rufinus von Aquileja wie oben zitiert tue ich mich noch schwer mit dieser neuen Entdeckung. Zu gewohnt ist es wohl, dass dem Verb ‘glauben’ in der Regel ein ‘an’ folgt. Da kann man dann im Alltag und in der säkularen Welt an alles Mögliche und Unmögliche glauben: an den Weihnachtsmann, an den Weltuntergang, an die Selbstheilung der Natur… und aber vor allem anderen an Gott den Vater, an Jesus Christus und an den Heiligen Geist. Ich bin also überzeugt davon, dass es das gibt oder dass das eintriff, woran ich glaube.

Nun, dann kann man noch sagen ‘ich glaube dir’. Ich glaube einer Person oder einem Umstand. Da kann man den Nachrichten und Vorhersagen ‘Glauben schenken’ oder dem Nachbarn und Freunden glauben. Ich schenke dann also demjenigen oder der Sache mein Vertrauen.

Aber was beschreibt die Formulierung ‘ich glaube … die Auferstehung der Toten’ oder ‘ich glaube … die heilige katholische Kirche’. Ich kann es tatsächlich noch kaum fassen, worin hier konkret der inhaltliche Unterschied zu ‘ich glaube an die heilige katholische Kirche’ liegt. Bleibt es dann eher eine formale, eine orthographische Absetzung zwischen Schöpfer und Geschöpf?

Zur Erfassung der Tiefe dieses feinen Unterschiedes braucht es wohl noch eine weitergehende persönliche Betrachtung, die zu einem anderen Zeitpunkt fortgesetzt werden wird – dann wohl eher im Verborgenen.
Wie versteht ihr denn diese sprachliche Unterscheidung? Habt ihr eine Idee dazu? Kann mir hier jemand weiterhelfen?

Hier noch eine gute Ausführung von sophophilo auf diesen Post im Blog zum Jahr des Glaubens hin. Sehr lesenswert! Vielen Dank.

Na da schau her…

Liebe Geschwister im Erzbistum München und Freising, wusstet ihr, dass es vom Bistum eine eigene Seite zum Jahr des Glaubens gibt mit Hinweisen zu Veranstaltungen mit unserm Erzbischof und vielen anderen Materialien?
Also, bei mir ist ja das Jahr des Glaubens schon angekommen, aber dass es dazu auch etwas in unserm Bistum gibt, dass hab ich erst gestern durch ein Plakat in der Theatinerkirche mitbekommen… Schade, dass dieses Jahr am “Durchschnitts-Gläubigen” bisher scheinbar spurlos vorüber geht. Kaum einer wird wohl etwas davon erfahren, wenn nicht in den Pfarreien durch Aushang oder Predigt hingewiesen wird. Sehr schade!
Aber immerhin gibt es eine eigene Seite und Veranstaltungen im Bistum. Also… schaut mal hier vorbei: http://www.jahrdesglaubenserleben.de/

Wer glaubt, ist nie allein!

Seit gestern der Gemeinschaftsblog zum Jahr des Glaubens online gegangen ist, war hier in der Blogoezese schon einiges los. Hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier … und sicher auch an anderen Stellen wurde und wird bereits für dieses Projekt und das Jahr des Glaubens geworben.

Ich bin gespannt, was dort so alles im Laufe des kommenden Jahres zu lesen, sehen oder auch hören sein wird. Vor wenigen Augenblicken habe ich jedenfalls auch schon einen kleinen Beitrag geleistet. Mit einem Artikel habe ich mich eben unter die Blogautoren eingereiht.

Unter dem Titel “Wer glaubt, ist nie allein!” (so wie der Titel dieses Posts) beschäftige ich mich zwar nicht mit dem Aspekt der Glaubensgemeinschaft, vielmehr bringe ich 3 Bibelstellen, über die ich gestern gestolpert bin und die ich gerne im Rahmen des Gemeinschaftsblogs teilen wollte.

Und hier könnt ihr meinen Beitrag in voller Länge lesen:

Dieses Motto der Apostolischen Reise Papst Benedikts 2006 in seine bayrische Heimat, passt meiner Meinung nach auch sehr gut zum bald beginnenden Jahr des Glaubens. Deshalb möchte ich mich unter diesem Titel mit einem Eintrag, der weniger philosphisch gehalten sein wird, in die Reihe der Blogautoren einreihen.

Den Katechismus hat uns Papst Benedikt in seinem Apostolischen Schreiben zum Jahr des Glaubens als “wertvolles und unentbehrliches Hilfsmittel” ans Herz gelegt, “um zu einer systematischen Kenntnis der Glaubensgeheimnisse zu gelangen” (Porta fidei, Nr. 11).
“Der Katechismus (…) ist eine Darlegung des Glaubens der Kirche und der katholischen Lehre, wie sie von der Heiligen Schrift, der apostolischen Überlieferung und vom Lehramt der Kirche bezeugt oder erleuchtet wird” – so hat es Papst Johannes Paul II. 1992 in dem Apostolischen Schreiben ‘Fidei Depositum’ zur Veröffentlichung des Katechismus der Katholischen Kirche gesagt.

Da ich an einem Nebenschauplatz von der Sorge las, dass hier die biblischen Texte zu kurz kommen könnten, wenn zu sehr auf den Katechismus geschaut wird, möchte ich verweisend auf die oben zitierte Aussage von Papst Johannes Paul II. in diesem Post besonders ein paar wenige Blitzlichter aus der Heiligen Schrift aufgreifen.

Und diese Blitzlichter sind in keinster Weise irgendwie mit besonders theologischen Gedanken herausgegriffen worden. Sondern im Gegenteil. Ich bin gestern, als ich eigentlich für ein anderes Thema Bibelstellen gesucht hatte, darüber gestolpert. So sind die folgenden Gedanken eher eine Frucht des Schreibens. Da ich einfach finde, dass sie gerade zum Thema Glauben passen und zum Nachdenken anregen, möchte ich diese Bibelstellen hier teilen:

So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen.
(Eph 4,13)

Was soll man dazu groß sagen. Ich meine, das trifft es sehr gut auf den Punkt, braucht aber wohl noch eine persönliche Betrachtung.
“Einheit im Glauben” und “Erkenntnis des Sohnes Gottes” – das ist es doch, worum es im Jahr des Glaubens geht, “damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen” – in anderen Worten, damit wir Christus werden, auf den wir bereits getauft wurden.

Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen. Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen.
(Eph 6,14-16)

Hier ruft Paulus zum Kampf auf – zum Kampf mit der Rüstung Gottes, die aus dem Gürtel der Wahrheit, dem Panzer der Gerechtigkeit, den Schuhen der Kampfbereitschaft und dem Schild des Glaubens besteht. Der Glaube ist unser Schild im Kampf mit den Mächten der Finsternis. Sorgen wir also für unsere Rüstung und legen wir sie an, damit wir “am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen (können)” (Eph 6,13).

Fragt euch selbst, ob ihr im Glauben seid, prüft euch selbst!
(2 Kor 13,5)

Auch diese Aufforderung des Heiligen Paulus passt zum Jahr des Glaubens. Gerne möchte ich diese besondere Gelegenheit zum Anlass nehmen, meinen eigenen Glauben – mein Glaubenswissen und mein Glaubensleben – hinterfragen zu lassen und neu unter die Lupe zu nehmen, um dadurch zur Erkenntnis des Sohnes Gottes und zur Einheit des Glaubens (vgl. Eph 4,13) zu kommen.

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