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Geistliches Futter

“Denn du hast die Zeit der Gnade nicht erkannt”

“… denn du hast die Zeit der Gnade nicht erkannt.” /Lk 19,44/

In der heutigen Betrachtung (3. Dienstag) sieht Jesus auf Jerusalem. Während er mit den Jüngern der Stadt immer näher kommt, weiß er bereits, was sich dort ereignen wird, wie sich der Plan Gottes vollenden wird. Jesus sieht die Stadt und weint, da die Menschen seiner geliebten Heimat die Gnade Gottes ablehnen. (vgl. Lk 19,41-44)

“… denn du hast die Zeit der Gnade nicht erkannt.” /Lk 19,44/

Dieser Satz hat mich heute in der Betrachtung getroffen. Ich habe mich ganz persönlich angesprochen gefühlt. Ja, ich habe die Zeit der Gnade nicht erkannt. Wir leben doch auch jetzt in einer Zeit der Gnade. Wir warten auf das Kommen Jesu und gerade jetzt in diesen Wochen bereiten wir uns in der Fastenzeit auf den Tod und die Auferstehung Jesu vor. Es ist eine Zeit der Gnade. Und was mache ich daraus?

Für mich ist dieser eine Satz des heutigen Abschnittes ein Aufruf zur Umkehr. Wie kann ich Jesus eine Freude machen? Wie kann ich diese Gnade, die Gott mir schenken möchte, wahrnehmen? Hier werde ich aufgerüttelt und eingeladen mich im Sakrament der Buße und der Versöhnung von Gott mit seiner überreichen Gnade und Barmherzigkeit beschenken zu lassen. Und für mich persönlich ist es auch die Einladung mich neu auf den Glauben an Christus einzulassen. IHN in mein Leben zu lassen.

P. Winfried Wermter: Jesus kennen und lieben lernen

P. Winfried Wermter: Jesus kennen und lieben lernen

Betrachtungen in der Fastenzeit:
2. Montag: Jesus heilt einen Gelähmten
- 2. Dienstag: Sturm auf dem See
2. Mittwoch: Jesus befreit den Besessenen von Gerasa
3. Dienstag: Jesus weint
4. Montag: Feinesliebe

“Wie heißt du?”

Zur heutigen Betrachtung möchte ich noch einen zweiten Post hinzufügen. In der Perikope über die Befreiung des Besessenen von Gerasa (vgl. Mk 5,1-17) frägt Jesus den Dämon: “Wie heißt du?” (Mk 5,9)

Diese Frage erinnert auch daran, wie viel Macht im Namen steckt. Ein Name, das ist nicht nur irgendeine x-beliebige Bezeichnung. Nein. Der Name ist mehr. Er verrät auch etwas über die Eigenschaft. So hat es Macht, wenn der Dämon mit seinem Namen angesprochen werden kann. Und wie viel mehr Kraft und Macht steckt dann im Namen Gottes.

Unter dem Titel “Ich habe dich beim Namen gerufen” (Jes 43,1) hat einmal P. Karl Wallner OCist vom Stift Heiligenkreuz einen hervorragenden Vortrag zur christlichen Namensgebung gehalten. Es lohnt sich diesen Vortrag einmal anzuhören. Ich habe dabei vieles neu verstanden, unter anderem warum der Name Gottes und auch der Name einer Person so wichtig ist. Hier also der Vortrag, der von Radio Horeb am 10.11.2011 in der Reihe “Spiritualität” gesendet wurde:

(Quelle: http://www.horeb.org/xyz/podcast/spiri/2011-11-10_sp.mp3)

Man konnte ihn nicht bändigen, …

… nicht einmal mit Fesseln. /Mk 5,2/

In der heutigen Betrachtung (2. Mittwoch) wird von einem Besessenen erzählt, den Jesus befreit. Der Name des Dämon ist Legion. Jesus erlaubt ihnen auf ihre Bitte in eine Schweineherde hineinzufahren, die sich daraufhin den Abhang hinunterstürzt. Die Leute, die davon erfahren, bitten Jesus darauf ängstlich ihre Gegend zu verlassen. (siehe Mk 5,1-17)

Man konnte ihn nicht bändigen, nicht einmal mit Fesseln. /Mk 5,2/

Es gibt auch in meinem Leben Einflüsse der gegnerischen Seite, dämonische Einflüsse – sei es durch Computer oder andere Versuchungen. Ich spüre oft selbst, dass etwas nicht stimmt. Und ich versuche immer wieder gegen das eine oder andere mit eigenen Kräften anzukommen. Etwas an den Gewohnheiten und Verhaltensweisen, die mir nicht gut tun, zu ändern. Ja, ich versuche ihnen die Fesseln anzulegen und sie zu bändigen. Aber diese Einflüsse des Teufels lassen sich nicht so einfach bändigen und in Fesseln legen. Das wird uns in der Bibelstelle sehr eindrücklich geschildert. Sie zerreissen die Ketten und führen zu Zerstörung, Selbsthass, Tod.

Nur Jesus hat die Macht von diesen Einflüssen, von Dämonen zu befreien. Nur Er hat die göttliche Vollmacht mich von den Ketten des Bösen, die mich von einem erfüllten, glücklichen Leben abhalten, zu befreien. Er allein kann mir ein neues Leben schenken.

Dank sei Dir, Herr, dass Du befreist und wirklich Heilung schenkst! Mach mich bereit, diese Gnade auch anzunehmen und mich mit dieser neuen Freiheit beschenken zu lassen – ohne in die alte Sklaverei zurückzukehren! Lob und Preis sei Dir!

P. Winfried Wermter: Jesus kennen und lieben lernen

P. Winfried Wermter: Jesus kennen und lieben lernen

Betrachtungen in der Fastenzeit:
2. Montag: Jesus heilt einen Gelähmten
- 2. Dienstag: Sturm auf dem See
2. Mittwoch: Jesus befreit den Besessenen von Gerasa
3. Dienstag: Jesus weint
4. Montag: Feinesliebe

“Warum habt ihr solche Angst?”

In der heutigen Betrachtung (2. Dienstag) lesen wir, wie Jesus mitten im tobenden Sturm auf dem Boot schläft und die verängstigten Jünger ihn wecken. Woraufhin Jesus den Sturm zum Schweigen bringt und sich über den kleinen Glauben seiner Jünger wundert. (siehe Mk 4,35-41)

“Warum habt ihr solche Angst?” /Mk 4,40/

Ich fühle mich von dieser Frage sehr persönlich angesprochen. “Warum hast du solche Angst?” Ja, auch ich habe immer wieder Angst. Angst zu versagen. Angst nicht gut genug zu sein. Angst dieses oder jenes nicht zu schaffen. Angst verlassen zu werden. Angst nicht geliebt zu werden. Angst vor der Aufgabe, die sich mir stellt. Angst… Angst… Angst… Und schauen wir uns um, dann spüren wir, dass auch unsere Gesellschaft geprägt ist von Angst und daraus begründet dem unentwegten Suchen nach Schutz und Sicherheit.

Ich habe Angst. Ja. Und das ist generell nichts Schlimmes. Ganz im Gegenteil. Angst, die begründet ist, hilft uns zu überleben. Doch derjenige, der mir in meinem Alltag und inmitten all meiner Ängste Sicherheit und Geborgenheit schenkt, das ist Jesus. “Wenn Er an Bord ist, geht das Schiff nicht unter!” – schreibt P. Winfried als Impuls zur Betrachtung.

Am vergangenen Samstag hat der Priester in der Hl. Messe auch zum Thema Angst gepredigt. An einer Stelle meinte er dem Sinn nach: ‘Tapfer kann nur sein, wer zu seiner Angst steht und durch sie hindurch geht.’ Es geht also nicht darum, dass wir keine Angst mehr haben dürfen. Nein. Sondern, dass wir diese Angst annehmen, zu ihr stehen und dann durchgehen. Lassen wir uns also nicht von unseren Ängsten den Alltag und das Leben bestimmen, sondern vertrauen wir auf Jesus Christus, der in all unseren Sorgen und Ängsten bei uns ist und Frieden schenkt! Ja, “wenn Er an Bord ist, geht das Schiff nicht unter!”

[PS: Das gilt auch oder sogar noch viel mehr für die Kirche. Ich habe keine Angst, dass die Kirche untergehen könnte. Er wird uns den Papst schenken, der jetzt “dran” ist. Schenken wir Ihm das Vertrauen und bringen wir Ihm die Kardinäle, die die Entscheidung über den Nachfolger Petri treffen werden!]

P. Winfried Wermter: Jesus kennen und lieben lernen

P. Winfried Wermter: Jesus kennen und lieben lernen

Betrachtungen in der Fastenzeit:
2. Montag: Jesus heilt einen Gelähmten
- 2. Dienstag: Sturm auf dem See
2. Mittwoch: Jesus befreit den Besessenen von Gerasa
3. Dienstag: Jesus weint
4. Montag: Feinesliebe

Als Jesus ihren Glauben sah,…

… sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.”
/Mk 2,5/

Gerade darf ich für die Zeit meiner Bachelorarbeit bei Schwestern mitwohnen. In der Fastenzeit steht eine tägliche gemeinsame Bibelbetrachtung auf dem Programm. (Material dafür ist das Heft “Jesus kennen und lieben lernen” von P. Winfried Wermter FSS; zu beziehen über www.blut-christi.de – Heute: 2. Montag)

Heute haben wir die Perikope betrachtet, die von der Heilung des Gelähmten erzählt, dessen Freunde ihn mit viel Mühe durch das Dach ließen. Dort heißt es eben an einer Stelle:

“Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.”
/Mk 2,5/

Wir kennen die vielen Situationen, in denen Jesus heilt, aufgrund des Glaubens des Bittenden. Hier jedoch heilt Jesus, als er den Glauben der Männer sah. Nicht der Glaube des Gelähmten war hier das Entscheidende – über den Gelähmten selbst erfahren wir in dieser Perikope nur, dass er tut, was Jesus ihm sagt -, sondern vielmehr der Glaube und das Vertrauen, seiner Freunde, die keine Mühe gescheut haben, um ihn zu Jesus zu bringen.

Mich hat das sehr angesprochen und mir neu bewusst gemacht, wie wichtig mein Einsatz für andere ist. Auch wenn es um die Sündhaftigkeit des anderen geht. Mein stellvertretender Einsatz, mein stellvertretendes Gebet, meine Bitte, mein Eintreten bei Jesus für den anderen, kann diesem bereits Heilung schenken. Selbstverständlich entbindet das den anderen nicht generell vom Bekenntnis seiner Sünden. Aber diese Szene verdeutlicht die Kraft unseres Gebetes und Einsatzes für andere.

P. Winfried Wermter: Jesus kennen und lieben lernen

P. Winfried Wermter: Jesus kennen und lieben lernen

Betrachtungen in der Fastenzeit:
2. Montag: Jesus heilt einen Gelähmten
- 2. Dienstag: Sturm auf dem See
2. Mittwoch: Jesus befreit den Besessenen von Gerasa
3. Dienstag: Jesus weint
4. Montag: Feinesliebe

(nachträglich) zum Aschermittwoch

Blumenschmuck

Blumenschmuck in der Jugendkirche München; (c) C. Ruoff, 2013

Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
Wenn du Almosen gibst, laß es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.
Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, daß sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht,
damit die Leute nicht merken, daß du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

/Matthäus 6,1-6.16-18./
(aus der liturgischen Übersetzung)

Nightfever im YOU!Magazin

Die Tage habe ich nebenbei im aktuellen YOU!Magazin (Ausgabe 01/2013 ab S. 40) einen Artikel über Nightfever in Kempten entdeckt.Das möchte ich gleich mal nutzen, an dieser Stelle auf das YOU!Magazin, die “katholische Bravo”, hinzuweisen. Mit seiner Base in Österreich erobert das Magazin nun endlich nach Jahren auch nach und nach den deutschen Raum. Im vergangenen Jahr gab es eine eigene Augsburger Ausgabe und ich weiß von mindestens einer Pfarrei im Münchner Raum, in der neben der bekannten Minipost auch das YOU!Magazin von den Minis gelesen wird.

Ich selbst bin ja schon lange aus dem Alter der Zielgruppe raus. Aber ich denke, dass das wirklich ein wunderbares Magazin für junge Jugendliche ist – eben für diejenigen, die sonst gewöhnlich Bravo & Co. lesen. Hier könnt ihr mal einen Blick hineinwerfen:

Wer suchet, der findet
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