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‘Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert’

Kath.net-Interview mit Barbara Wenz: ‘Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert’

Zur Frage nach dem Wunsch nach Leitungsämtern in der Kirche:

“Ich bin katholisch geworden, weil mich die intellektuelle Auseinandersetzung mit der katholischen Lehre am Ende dazu geführt hat, dass ich Jesus Christus als Gottes Sohn erkannte, und nicht, weil ich dringend ein neues Tätigkeitsfeld suchte, in dem ich mich unbedingt einbringen wollte.”

Zu Frage nach dem Mitspracherecht der Frauen in der Kirche:

 „Ist das denn wirklich so, dass Frauen in der Kirche nichts zu sagen haben? Da habe ich jedenfalls eine ganz andere Wahrnehmung.“ Dies stellt die Journalistin, Autorin und praktizierende Katholikin Barbara Wenz im kath.net-Interview fest. „Frauen sind in allen Bereichen der Kirche gefragt – als Philosophinnen, als Theologinnen, als beratende Wissenschaftlerin, als Ordensfrauen, Künstlerinnen und Restauratorinnen, als verantwortungsvoll erziehende Mütter und liebevolle Großmütter und so weiter. Ich kann nicht erkennen, wo alle diese Frauen duckmäuserisch schweigen würden“

Zur Frage nach den Aufgaben der Frau in der Kirche:

“Während die Pharisäer und Schriftgelehrten dem Sohn Gottes mit Besserwisserei und spitzfindigen Reden entgegentraten, handelten die Frauen, aus tiefem Glauben und echter Liebe: berührten sein Gewand, wuschen ihm die Füße mit ihren Tränen, salbten ihm das Haupt oder setzten sich zu ihm und hörten aufmerksam zu. Das, und anderes, sind Gesten gewesen, die sein Herz ganz besonders erfreut haben müssen.
Jedenfalls denke ich, ganz allgemein gesagt, es kommt innerhalb der Kirche nicht drauf an, was man tut, sondern wie man es tut.”

Danke für dieses wunderbare Interview, das mir zu diesem Thema aus der Seele spricht!
Ich bin tief davon überzeugt, dass die Kirche uns Frauen braucht. Und das nicht als “bessere Männer” in Leitungsämtern, sondern in der Berufung als Frau mit all den Gaben und Talenten, die Gott uns in besonderer Weise geschenkt hat. Die Kirche – nein vielmehr Christus selbst – braucht unsere Hingabe, unsere Liebe, unsere zärtliche Fürsorge, unsere Ausdauer (bis unter das Kreuz), unser Mit-leiden und Mit-tragen…!
Die Kirche und die Welt brauchen keine Priesterinnen, die tolle Predigten schwingen. Sie brauchen gelebte Liebe. Die Menschen dürsten nach der Liebe Gottes! Und wer könnte sie am stärksten weitergeben, wenn nicht die Frauen? Wir haben die besondere Gabe und Aufgabe (“Auf-Gabe”) bekommen, unser Herz zu verschenken! Sperren wir es nicht in einer harten Schale ein, sondern geben wir unseren Mitmenschen davon, damit die Welt ein bisschen wärmer und herzlicher wird!
Wenn wir neu beginnen wirklich Maria zu sein und nach ihrem Vorbild Gott in Seiner Kirche zu dienen, dann sind wir auf dem Weg zu einer Kirche, die die Botschaft Christi lebt und verkündet, dann wird auch diese Welt Schritt für Schritt heil und gerecht.
Dahin ist ein langer Weg und dafür braucht es jede einzelne Frau als Frau und jeden Mann als Mann. Dafür braucht es dich und mich!

Meisner: ‘Wenn wir einen solchen Papst haben…

Zitate aus der Predigt von Kardinal Meisner (Köln) zum 7. Erwählungstag von Papst Benedikt XVI:

„Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten“ (Apg 2,42)

1. Sie hielten fest an der Lehre der Apostel
“Als oberster Lehrer hat der Papst die Kirche in der Lehre der Apostel fest zu verankern. Sie ist nicht Eigentum der Kirche, sondern sie ist Geschenk Christi an die Kirche für die Welt.”

2. Sie hielten fest an der Gemeinschaft
“Es gehört zum Wesen der Kirche, dass die Einzelnen in einer Gemeinschaft von Glaubenden stehen und als Gemeinschaft in der Kirche zur Ehre Gottes für die Welt wirken.”

3. Sie hielten fest am Brotbrechen
 “Weil wir miteinander glauben, teilen wir auch miteinander. Wir teilen die Freuden und Sorgen des Papstes und der einzelnen katholischen Diözesen in aller Welt.”
“Über alle Unterschiede von Volk, Rasse und Klasse hinaus macht uns die heilige Eucharistie, die der Leib Christi ist, zum Leib Christi, der die Kirche Gottes ist. Wir sind uns deshalb nirgends näher als dort, wo wir um den Altar versammelt die heilige Eucharistie feiern.”

4. Sie hielten fest am Gebet
“Der Papst ist ein Kontemplativer inmitten seiner weltweiten Aktivitäten.”
“Nur eine betende Kirche bleibt eine lebendige Kirche.”
“Wenn wir einen solchen Papst haben, dann kann doch die Kirche nicht so negativ sein, wie sie oft von außen beurteilt wird.”

Aus der Presse…


Gerade eben gelesen:

Wien (kath.net)
In Wien können Lebensschützer von Plätzen vor Kliniken nicht nur – wie bisher – weggewiesen werden. Die Polizei kann auch ein Rückkehrverbot aussprechen. Wer innerhalb von zwölf Stunden nach der Wegweisung zurückkommt, muss mit einer Strafe von 100 bis 200 Euro rechnen, bei wiederholten Verstößen sogar bis zu 700 Euro. Das wurde in einer Novelle des Wiener Landessicherheitsgesetzes beschlossen, die seit 5. Juni in Kraft ist, berichtet die österreichische Tageszeitung “Standard” in ihrer Online-Ausgabe.
Die neuen Maßnahmen richten sich gegen Lebensschützer die täglich vor Abtreibungskliniken stehen und Frauen dabei unterstützen wollen, ihr Baby auf die Welt zu bringen. Sie weisen darauf hin, dass das menschliche Leben mit der Empfängnis beginnt und bieten konkrete Hilfeleistungen an. Auf diese Weise konnten in Wien bereits mehrere tausend Babies vor der Abtreibung gerettet werden.
Der Abtreibungsarzt Dr. Christian Fiala hält die Lebensschützer allerdings für “religiöse Fanatiker”, die “Psychoterror” auf Ärzte und Patientinnen ausüben würden.
Die Novelle des Landessicherheitsgesetzes bezeichnete er gegenüber dem “Standard” als “Meilenstein” gegen “diese persönlichen Übergriffe” der Abtreibungsgegner.
Nachdem das erste Rückkehrverbot am Montag vergangener Woche ausgesprochen worden war, würden die Abtreibungsgegner nun auf der anderen Straßenseite demonstrieren, berichtet der “Standard”.
In Deutschland hat das Bundesverfassungsgericht Protestaktionen vor Abtreibungskliniken für zulässig erklärt, wenn die Patientinnen dadurch keinem “Spießrutenlauf” ausgesetzt seien und die Aktionen die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Frauenärzte nicht verletzen. Kath.net hat berichtet.

Quelle: Artikel auf kath.net [Hervorhebungen im Text sind von mir…]


Meine Meinung zu dieser Sache:
Ich finde das echt tragisch. Da setzen sich Menschen für das ungeborene Leben ein und bieten Hilfe an, die so viele Frauen sich wünschen würde und sonst nirgendwo erhalten. Und dann werden sie dafür auch noch mit Bußgeldern bestraft. Wo führt das noch alles hin??? Doch zu Mensch=Gott?? Gewiss, man muss die Situation der betroffenen Mutter sehr individuell genau anschauen und darf nicht pauschal alle anklagen. Und doch vertrete ich die Meinung: Abtreibung ist Mord. Und auch wenn das die Massen nicht hören wollen, aber die allermeisten Frauen leiden nach einer Abtreibung darunter, dass sie abgetrieben haben. Erst danach wird ihnen meistens bewusst, was sie da eigentlich machen haben lassen. Sicher es gibt auch die anderen Fälle. Aber das ist für mich kein Grund, Abtreibung zu legalisieren und die Menschen, die sich für das Leben der Kinder einsetzen zu bestrafen.
Mein Appell geht dahingegen, dass die Gesellschaft, d.h. jede und jeder einzelne anders mit Müttern in “Krisensituationen” umgehen. Also, dass wir diesen Müttern, die keinen anderen Ausweg sehen als eine Abtreibung, nicht das Gefühl geben, du musst das Kind abtreiben. Sondern, dass wir sie auffangen und ihnen Möglichkeiten geben, diese Krisen durchzustehen (mit Kind). Was ist das für eine Gesellschaft, die keine “kranken” Kinder mehr leben lässt?? Und gleichzeitig die alten Menschen nicht sterben lässt?? Es werden zu wenig Kinder geboren, heißt es. Aber viel zu viele dürfen gar nicht leben!!! Da möge sich jede und jeder bitte selbst weiter dazu Gedanken machen…

+ o crux, ave spes unica!

Zur aktuellen Medienschlammschlacht…

Je mehr sich die Medien drum schlagen und je mehr auch andere kirchlichen Würdenträger mithineingezogen sind oder werden, desto weniger will ich wissen, was davon eigentlich wahr ist und was die Presse nur aufgebauscht hat. (Ich schließe mich diesem Artikel an…)


Mein einziger Kommentar zu der ganzen Angelegenheit:

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Augen bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! – und dabei steckt in deinem Auge ein Balken? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen. (Mt 7,1-5)

Ohne Worte…

Doch ein paar Gedanken:

Ich liebe Jesus und die Kirche. Aber bei diesen Schlammschlachten wird es mir ganz übel und ich denke mir, wo ist da die Botschaft, die uns Jesus gebracht hat. Natürlich braucht es bei einer solch riesigen Gemeinschaft – wie es die Kirche ist – einen organisatorischen Überbau. Aber hat nicht Jesus gesagt: “Der Sabbat ist für den Menschen da.” Manchmal habe ich den Eindruck, dass entsprechende Strukturen und Denkweisen in der Kirche modernes Pharisäertum sind. Da zählt das Einhalten des Kirchenrechts, der Anordnungen mehr als der Sünder, der sich neu zu Jesus Christus hinwendet und in die Gemeinschaft aufgenommen werden möchte.

Die Sünde hassen, aber den Sünder lieben – das sollte unsere Divise sein. Und sich nicht zum Richter machen, denn wer kann behaupten, dass er ohne Sünde ist.

Ja, wir müssen dahin zurückkehren, dass die Kirche eine Gemeinschaft von Sündern ist und sein darf. (Und davon sind Bischöfe, Kardinäle und sonstige Personen nicht ausgenommen!) Aber Jesus selbst hat uns Seine unendliche Gnade zugesichert (besonders auch durch die Visionen und Worte an Sr. M. Faustina Kowalska). Er ist der Gnädige.

Wie sehr freut Er sich doch um einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über 100000 “Gläubige”, die ein verstocktes und verbittertes Herz haben und meinen Seine Gnade nicht zu brauchen.


Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.

Seid barmherzig… Gebt jedem eine neue Chance, wie auch Christus jedem immer und immer wieder eine neue Chance gibt und mit offenen Armen auf Seine verlorenen Kinder wartet.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass ein Paulus, nach seiner Bekehrung, keine Chance bekommen würde. Würden wir ihn in unserer Gemeinde annehmen und missionieren lassen? Vielleicht würde er sogar von den Mitchristen schief angeschaut und niedergemacht wegen all der Dinge, die er früher einmal getan hat.

Ein bekehrter Paulus, der hätte es heute noch schwerer als damals, weil er nicht neu anfangen dürfte… Traurig, traurig, ja sehr traurig!

+ O crux, ave spes unica!

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Liebt einander!

(Joh 13,34)
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