jung – engagiert – katholisch

Zur aktuellen Medienschlammschlacht…

Je mehr sich die Medien drum schlagen und je mehr auch andere kirchlichen Würdenträger mithineingezogen sind oder werden, desto weniger will ich wissen, was davon eigentlich wahr ist und was die Presse nur aufgebauscht hat. (Ich schließe mich diesem Artikel an…)


Mein einziger Kommentar zu der ganzen Angelegenheit:

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Augen bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! – und dabei steckt in deinem Auge ein Balken? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen. (Mt 7,1-5)

Ohne Worte…

Doch ein paar Gedanken:

Ich liebe Jesus und die Kirche. Aber bei diesen Schlammschlachten wird es mir ganz übel und ich denke mir, wo ist da die Botschaft, die uns Jesus gebracht hat. Natürlich braucht es bei einer solch riesigen Gemeinschaft – wie es die Kirche ist – einen organisatorischen Überbau. Aber hat nicht Jesus gesagt: “Der Sabbat ist für den Menschen da.” Manchmal habe ich den Eindruck, dass entsprechende Strukturen und Denkweisen in der Kirche modernes Pharisäertum sind. Da zählt das Einhalten des Kirchenrechts, der Anordnungen mehr als der Sünder, der sich neu zu Jesus Christus hinwendet und in die Gemeinschaft aufgenommen werden möchte.

Die Sünde hassen, aber den Sünder lieben – das sollte unsere Divise sein. Und sich nicht zum Richter machen, denn wer kann behaupten, dass er ohne Sünde ist.

Ja, wir müssen dahin zurückkehren, dass die Kirche eine Gemeinschaft von Sündern ist und sein darf. (Und davon sind Bischöfe, Kardinäle und sonstige Personen nicht ausgenommen!) Aber Jesus selbst hat uns Seine unendliche Gnade zugesichert (besonders auch durch die Visionen und Worte an Sr. M. Faustina Kowalska). Er ist der Gnädige.

Wie sehr freut Er sich doch um einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über 100000 “Gläubige”, die ein verstocktes und verbittertes Herz haben und meinen Seine Gnade nicht zu brauchen.


Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.

Seid barmherzig… Gebt jedem eine neue Chance, wie auch Christus jedem immer und immer wieder eine neue Chance gibt und mit offenen Armen auf Seine verlorenen Kinder wartet.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass ein Paulus, nach seiner Bekehrung, keine Chance bekommen würde. Würden wir ihn in unserer Gemeinde annehmen und missionieren lassen? Vielleicht würde er sogar von den Mitchristen schief angeschaut und niedergemacht wegen all der Dinge, die er früher einmal getan hat.

Ein bekehrter Paulus, der hätte es heute noch schwerer als damals, weil er nicht neu anfangen dürfte… Traurig, traurig, ja sehr traurig!

+ O crux, ave spes unica!

Eine Antwort auf Zur aktuellen Medienschlammschlacht…

  • Veni Sponsa sagt:

    Hallo und willkommen! – Ähm, von jemandem, der sich ein wenig damit auskennt: Kirchenrecht hat mit Sünden wenig zu tun (die gehören in die Beichte). Es sei denn, zu der Sünde kommen kirchlich relevante Straftaten dazu. – Im Übrigen: Ohne das “böse” Kirchenrecht hätte man nichts gegen die “Donauschifferinnen” unternehmen können. Nur so by the way.

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Liebt einander!

(Joh 13,34)
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