jung – engagiert – katholisch

Papst Benedikt XVI.

In der Zwischenzeit

Seit meinem letzten Eintrag sind historische Stunden und Momente vergangen. Papst Benedikt XVI. ist zurückgetreten. Schon bei der Bekanntgabe schlug diese Nachricht ein wie eine Bombe. Auch ich war in diesen Tagen mit den ergreifenden Momenten seines Abschiedes nach Castel Gandolfo beschäftigt. Selbstverständlich haben wir uns hier gemeinsam am großen Bildschirm die letzte Generalaudienz und die Verabschiedung von den Kardinälen angeschaut sowie am Abend schließlich die Abfahrt von Rom und die Ankunft in Castel Gandolfo.

Ich muss gestehen, dass mich dieser “Hype” um “das letzte Mal das und das letzte Mal jenes” anfangs etwas gestört hat. Aber nachdem ich nun eben seinen so bescheidenen und demütigen Abschied verfolgt habe, kann ich sagen, dass er mir in seiner stillen, einfachen Art in diesen Tag im Herzen viel näher gekommen ist als zuvor. Nicht, dass mich Papst Benedikt XVI. so gar nicht interessiert hätte oder für mich total egal gewesen wäre. Aber irgendwie spüre ich seit seinem Abschied eine größere Verbundenheit.

Gerne möchte ich mich jetzt neu und vertiefter mit seinen Werken, die er uns hinterlassen hat, beschäftigen. Ich spüre neu, welch großer Schatz hier noch für mich zu heben ist. Zumal ich in letzter Zeit wieder neu meinen Glauben hinterfrage. Da scheint mir Benedikt XVI, durch seine Art Glaube und Vernunft zusammenzubringen eine große Quelle zu sein, aus der ich schöpfen darf, um den Glauben an Christus neu zu entdecken.

Danke, Papa emerito, für deine Art uns immer und immer wieder neu auf Christus und sein Wort zu verweisen!

Unter anderem auch wegen dieser Ereignisse kam ich also zum Ende der vergangenen Woche nicht mehr zu den Betrachtungen zur Fastenzeit. Zu vieles andere hatte mich beschäftigt.Stattdessen möchte ich an dieser Stelle das eine oder andere teilen, was mich in dem Reigen der Rückblicke und Danksagungen besonders angesprochen hat.

Zum einen das schöne digitale “Fotoalbum” zum Pontifikat von Papst Beneditk XVI. auf der Seite des Vatikan, das man hier anschauen kann: http://www.vatican.va/bxvi/omaggio/index_ge.html

Und zum zweiten den bewegenden “Abschiedsbrief” der Redaktion von katholisch.de. Es lohnt sich ihn zu lesen:
http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/130228_papst_ruecktritt_brief_katholisch_de.php

Nun befinden wir uns also in der Zwischenzeit zwischen Benedikt und … (wir werden sehen)

Bye bye, Papa!

Kaum ein Kanal oder ein (katholischer) Blog, der nicht davon spricht… vom Rücktritt Papst Benedikts. Nachdem sich die erste Flut der Reaktionen gelegt hat, folgen nun nach und nach Nachlesen, Rückblicke, Würdigungen etc.

Die Texte zum theologischen Wirken und dem Pontifikat überlasse ich gerne anderen, die sich oft viel intensiver als ich damit beschäftigt haben. Mir ist in diesem Moment wichtiger, was mir persönlich von Benedikts Pontifikat bleibt.

Da sind die Erinnerungen an den Weltjugendtag 2005 in Köln, bei dem ich ihn das erste Mal live sehen durfte – bei seiner Fahrt durch die Kölner Innenstadt und bei der großen Abschlussmesse auf dem Marienfeld.

Benedikts Besuch in Bayern 2006 in seiner bayrischen Heimat. Auch hier war ich beim Gottesdienst auf dem BuGa-Gelände mit dabei.

Und zu guter Letzt auch sein Deutschlandbesuch 2011, der mir am meisten in Erinnerung geblieben ist. Mit Nightfever sind wir im Bus Papst Benedikt auf seiner Reise gefolgt. Wir waren mit dabei in Berlin, Etzelsbach, Erfurt und Freiburg. Bei jeder Etappe hatten wir die Freude Papst Benedikt zu sehen und zu hören. Aber besonders nah konnte ich ihn in Freiburg erleben. Da hatten wir das Glück direkt an der Papamobilstrecke zu stehen. Für einen kurzen Augenblick ist er direkt an uns vorbeigefahren und hat den Segen in unsere Richtung gespendet.

Papst Benedikt Freiburg 2011

Deutschlandbesuch 2011 – Freiburg; (c) C. Ruoff, 2011

 Ja, das ist meine persönliche Erinnerung, an das letzte Erlebnis mit Papst Benedikt.

Nun sind die letzten Tage auf dem Stuhl Petri für ihn eingeläutet. Ich bin dankbar für sein Pontifikat, für seine Klarheit, seine Weisheit, seine Demut, …

Den Schatz seiner Gedanken, der Schreiben und Ansprachen zu heben, das wird noch einige Zeit brauchen. Ihn auch zu würdigen wissen und das Pontifikat im rechten Licht sehen – das werden wir wohl erst mit etwas Abstand in ein paar Jahren.

Beten wir nun um einen guten neuen Papst! Möge es derjenige werden, den Gott bereits für diese Aufgabe vorbereitet hat.

Danke, Benedikt, mach’s gut! Ich gönne dir die Ruhe und Zeit, die du nun haben wirst, um zu lesen, zu schreiben, zu musizieren oder auch einfach einen gemütlichen Spaziergang mit dem Rosenkranz zu machen – ohne all die Verpflichtungen und Verantwortungen im Naken. Lass es dir gut gehen!

Bye bye, Papa!

Papst Benedikt Freiburg 2011

Deutschlandbesuch 2011 – Freiburg; (c) C. Ruoff, 2011

Meisner: ‘Wenn wir einen solchen Papst haben…

Zitate aus der Predigt von Kardinal Meisner (Köln) zum 7. Erwählungstag von Papst Benedikt XVI:

„Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten“ (Apg 2,42)

1. Sie hielten fest an der Lehre der Apostel
“Als oberster Lehrer hat der Papst die Kirche in der Lehre der Apostel fest zu verankern. Sie ist nicht Eigentum der Kirche, sondern sie ist Geschenk Christi an die Kirche für die Welt.”

2. Sie hielten fest an der Gemeinschaft
“Es gehört zum Wesen der Kirche, dass die Einzelnen in einer Gemeinschaft von Glaubenden stehen und als Gemeinschaft in der Kirche zur Ehre Gottes für die Welt wirken.”

3. Sie hielten fest am Brotbrechen
 “Weil wir miteinander glauben, teilen wir auch miteinander. Wir teilen die Freuden und Sorgen des Papstes und der einzelnen katholischen Diözesen in aller Welt.”
“Über alle Unterschiede von Volk, Rasse und Klasse hinaus macht uns die heilige Eucharistie, die der Leib Christi ist, zum Leib Christi, der die Kirche Gottes ist. Wir sind uns deshalb nirgends näher als dort, wo wir um den Altar versammelt die heilige Eucharistie feiern.”

4. Sie hielten fest am Gebet
“Der Papst ist ein Kontemplativer inmitten seiner weltweiten Aktivitäten.”
“Nur eine betende Kirche bleibt eine lebendige Kirche.”
“Wenn wir einen solchen Papst haben, dann kann doch die Kirche nicht so negativ sein, wie sie oft von außen beurteilt wird.”

Ich wünsche mir…

… Laien, nicht arrogant, nicht vorlaut, nicht streitsüchtig,
sondern Menschen, die ihre Religion kennen,
die sich auf sie einlassen, die ihren eigenen Standpunkt kennen,
die wissen, woran sie festhalten und was sie unterlassen,
die ihr Glaubensbekenntnis so gut kennen,
dass sie darüber Rechenschaft ablegen können…“


sel. John Henry Newman, 
zustimmend zitiert von Papst Benedikt XVI. in der Predigt zur Seligsprechung.

“Bene kommt! – Wir auch!”

Auf Facebook werden gerade alle Kräfte mobilisiert, um im September 2011 unserem Heiligen Vater einen warmherzigen Empfang zu bereiten. Nachdem die Gruppe “Für die Rede vom Papst im Bundestag” ihre “ältere” Gegengruppe der Gegner an Mitgliedern überholt hat, möchte eine weitere Gruppe eine Begegnung der Jugend (und allen im Geist Junggebliebenen…) auf die Beine stellen. Dazu herzliche Einladung an alle – nicht nur FB-Surfer.
Sei auch du dabei, wenn Papst Benedikt uns in Deutschland ein weiteres Mal besucht!
Zeigen wir ihm, dass die Kirche in Deutschland lebt und neu aufbricht!
Wer suchet, der findet
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