jung – engagiert – katholisch

Versöhnung – Barmherzigkeit

“Da ging er in sich”

“Da ging er in sich.” /Lk 15,17/

Heute möchte ich hier ein paar Gedanken zum kommenden Sonntagsevangelium aufschreiben, das wir gestern Abend gemeinsam betrachtet haben.

Rückkehr des verlorenen Sohnes
(Rembrandt, 1668)

Am Sonntag werden wir das Gleichnis ‘vom barmherzigen Vater’ (bekannter unter dem Titel ‘vom verlorenen Sohn’) hören. Es ist ein langer Abschnitt, in dem erzählt, dassder jüngere Sohn sich sein Erbteil ausbezahlen lässt, dies verschwenderisch mit allen weltlichen Freuden durchbringt und schließlich in einer Zeit der Hungersnot sich als Schweinehirt durchschlägt. Als er am tiefsten Punkt angekommen war, “da ging er in sich” – so heißt es im Lukasevangelium. Er hält inne und erkennt, dass er vieles falsch gemacht hat. Er sieht den Scherbenhaufen seines Lebens, sein ganzes Elend. Er beschließt daraufhin zu seinem Vater zurückzukehren, wo er es gut hatte, und ist bereit dort als ein einfacher Tagelöhner zu arbeiten, da er sich nicht mehr für würdig hält Sohn zu sein. Also, kehrt er heim und bittet den Vater um Vergebung. Der wiederum hat ihn schon sehnsüchtig erwartet und läuft ihm mit offenen Armen und einem liebenden Herz entgegen, als er seinen Sohn zurückkehren sieht. Der Vater lässt voll Freude das Mastkalb schlachten, den Sohn wunderschöne Gewänder ankleiden und ein gewaltiges Fest veranstalten. Er freut sich aus ganzem Herzen, dass sein geliebter Sohn heim gekommen ist. Da ist aber noch der ältere Bruder, der diesen ganzen Aufstand nicht verstehen kann und will. Auch ihm kommt der Vater entgegen und erklärt ihm, dass doch alles was ihm (dem Vater) gehört, auch ihm, seinem Sohn, gehört. Doch der Sohn kann mit seinem eifersüchtigen und harten Herzen die Worte seines Vaters nicht annehmen und sich nicht  freuen. [Offen bleibt, was der ältere Sohn nach den Worten des Vaters macht.] (vgl. Lk 15, 1-3.11-32)

Eine wohlbekannte Geschichte. Ich habe gemerkt, dass ich versucht bin, dann nur noch mit halbem Ohr und weniger Aufmerksamkeit zuzuhören. Doch dieser eine kleine Teilsatz hat mich beschäftigt:

“Da ging er in sich.” /Lk 15,17/

Das Innehalten, das In-Sich-Gehen, das Sich-Eingestehen seiner Schwachheit – das ist der Wendepunkt im Gleichnis vom barmherzigen Vater. Es steht am Anfang der Umkehr, der Heimkehr zum Vater.

Besinnen – das steht auch am Anfang einer jeden Beichte, genau genommen am Anfang der Beichtvorbereitung. Für mich ist dieser Satz wie ein Baustein hin zum Sakrament der Versöhnung. Bereits in den letzten Tagen haben mich Worte berührt, die auf dieses Sakrament hindeuten, die mich einladen mich von Gottes Barmherzigkeit beschenken zu lassen. Auch dieses Gleichnis lädt mich erneut und besonders eindrücklich dazu ein.

Es ist wohl kein Zufall, dass mir eben gestern Abend – schon nach der Bibelbetrachtung – ein Text in die Hände fiel, wo es um das Sakrament der Versöhnung und die 5 “B” der Beichtvorbereitung geht.

Besinnen
Bereuen
Bekennen
Büßen
Bessern

(Der Text ist aus der Minicat-Reihe der Pfarrei St. Bartholomäus, Aufhausen als Beitrag zur Glaubensvertiefung im Jahr des Glaubens.)

Sr. M. Faustina – Apostolin der Barmherzigkeit Gottes

Heute (05.10.) feiert die katholische Kirche den Gedenktag der Heiligen Sr.  M. Faustina Kowalska, der großen polnischen Mystikerin, die Gottes Barmherzigkeit der ganzen Welt verkündete. Wer ihr Leben und ihr Apostolat kennenlernen möchte, dem empfehle ich den hier verlinkten Artikel.
Das Bild vom Barmherzigen Jesus, wie es nach den Beschreibungen von Sr. Faustina gemalt wurde, nachdem Jesus ihr in einer Vision den Auftrag dazu gab.

Bild, das in Anwesenheit der Hl. Sr. Faustina
von Eugeniusz Kazimirowski in Wilno 1934 gemalt wurde 
 
Bild, das nach dem Tod der Hl. Sr. Faustina
von Adolf Hyła in Krakau gemalt wurde

Der Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit

Beginn:
Vater unser …
Gegrüßet seist Du Maria …
Ich glaube an Gott …
Große Perlen (jeweils 1x): Ewiger Vater, ich opfere Dir auf
den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit
Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
zur Sühne für unsere Sünden
und die Sünden der ganzen Welt.
Kleine Perlen (10x):
Durch sein schmerzhaftes Leiden
hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.
Am Ende (3x): Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
hab Erbarmen mit uns mit der ganzen Welt.
Jesus, ich vertraue auf Dich!
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